BL: Saisonvorschau (1/3) – Damen Power hoch zehn

Die sehr interessante Saison der 1. Bundesliga der Damen 2014/15 steht in den Startlöchern. Zeit für umfassende Ausblicke, die sich mit allen Veränderungen in drei Akten befassen, die Zug um Zug veröffentlicht werden. Teil I: NSC Watzenborn-Steinberg, LTTV Leutzscher Füchse 1990 sowie TV Busenbach, Teil II: SV Böblingen, TSV Schwabhausen und TuS Bad Driburg, außerdem Teil III: ttc berlin eastside, TUSEM Essen, TTG Bingen/Münster-Sarmsheim und SV DJK Kolbermoor.

Erfreulicherweise startet die Liga wieder einmal mit zehn Mannschaften, da sich mit dem TuS Bad Driburg und TSV Schwabhausen zwei, bereits im Oberhaus bekannte Aufsteiger entschlossen, sich den Herausforderungen zu stellen. Zudem machte sich nach Ablauf der vergangenen Serie kein Team aus dem Staub, sodass das Ende der Fahnenstange nach dem jahrelangen Wettrüsten, das die Liga in Lebensgefahr brachte, in Sicht zu sein scheint. 2009/2010 wurde letztmalig die Sollstärke erreicht. Bei mehr als der Hälfte der Teams sollen Neuzugänge für frischen Wind sorgen, wobei sich auch der Trend deutsche Nachwuchsspielerinnen zu fördern, konstruktiv fortsetzte. Der Plastikball ersetzt den Zelluloidball, und die Pause nach vier Partien bringt ebenso Veränderungen mit sich. Die vorgezogene Unterbrechung soll den Eventcharakter erhalten, der bei einem zu „0“-Verlauf größtenteils auf der Strecke blieb. Der ttc berlin eastside will als amtierender Triple-Triumphator zumindest die beiden nationalen Titel, Deutsche Meisterschaft und Deutsche Pokalmeisterschaft erneut gewinnen, während die Schlusslichter der Tabelle dem schon ungewohnt gewordenen Abstiegsstress ausgesetzt sind.

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Das Team des NSC Watzenborn-Steinberg v.L. Sonja Bott, Angelina Gürz, Christine Engel, Désirée Menzel & Inka Dömges (Foto: Verein)

 

NSC Watzenborn-Steinberg

Auf der Jagd nach dem ersten Punktgewinn

Der NSC Watzenborn-Steinberg hat seit seinem Aufstieg 2012/13 noch keinen Punktgewinn erzielt und landete jeweils abgeschlagen am Tabellenende. Die beiden Serien waren für die Mannschaft nicht immer leicht, denn nach anfänglich zaghafter Liebe, weil der NSC zusammen mit dem LTTV Leutzscher Füchse 1990 die Liga zumindest auf neun Teams anwachsen ließ, schlug dem Hessenquintett Angelina Gürz, Inka Dömges, Désirée Menzel, Sonja Bott und Christine Engel zumindest im sportlichen Sektor nicht nur Begeisterung entgegen. Doch es muss an dieser Stelle einmal eine Lanze für beide Vereine gebrochen werden, die ein weiteres Abbröckeln verhinderten und auch ein wenig dazu beitrugen, dass sich die Liga nun wieder im Aufwind befindet. „Wir trugen sicher auch dazu bei, dass ruinöses Finanzgebaren bei den Vereinen, auf dem Rückzug ist. Da hat ein Umdenkungsprozess stattgefunden, mehr bezahlbare Teams, mehr Aufsteiger, mehr Nachwuchs. Auch wenn dadurch das Durchschnittsniveau sinkt, überwiegen klar die Vorteile“, sagt Cheftrainer Markus Reiter mit Überzeugung.

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Désirée Menzel vom NSC Watzenborn-Steinberg (Foto: Holger Straede)

„Außerdem möchte ich feststellen, dass uns in der überwiegenden Zahl der Fälle und von den allermeisten Mannschaften, den Spielerinnen und deren Führungen nur positive Reaktionen, Fairness, Respekt und Schulterklopfen entgegengebracht wurden. Das wir sportlich nur bedingt konkurrenzfähig sein würden, bedurfte keiner besonderen Reaktion mehr, denn das war allen klar, auch uns“, will Reiter ergänzt wissen.

Professionalität muss weiter steigen

Um ein gesteigertes Interesse am Damen-Tischtennis zu erreichen muss jedoch wohl eine Professionalisierung in den Managementstrukturen der Vereine der 1. und 2. Liga stattfinden. Reiter zählte ein wirksames Marketingkonzept, eine durchdachte regionale und überregionale permanente Öffentlichkeitsarbeit, eine hauptamtlich geführte Verwaltung mit Geschäftsstelle und vor allem professionelle Trainingsstrukturen, die unabhängig von den Förderstrukturen der Verbände funktionieren, als mögliche Fakten auf, und mit dieser Meinung steht der Trainer nicht alleine da. Ob die Reform mit der eingleisigen 2. und neuen 3. Liga sich vorteilhaft auswirken werde, werde sicher erst in zwei bis drei Jahren zu erkennen sein.

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Sonja Bott spielt beim NSC im unteren Paarkreuz (Foto: Holger Straede)

Da sich der NSC weder personell verändert, noch sein Trainingspensum steigern konnte, lässt sich eins und eins schnell zusammenrechnen. Alles andere, als der Abstieg nach der dritten Saison, wäre schon eine Sensation. (Ausgenommen selbstverständlich ein Verbleiben am grünen Tisch) „In Hessen sind die Hallen geschlossen, es wurden vom Landkreis sogar die Schlösser ausgetauscht, sodass es keine besondere Vorbereitung geben wird. Ich hoffe aber, dass wir in der ersten Septemberwoche alle wieder gesund da sind, und die Plastikbälle ebenso, damit wir noch vor dem ersten Ligaspiel ein paar Einheiten absolvieren können“, erklärt der Cheftrainer. Doch die Chancen gegen die gut und international besetzten Aufsteiger zu punkten, stuft Reiter eher als schwer ein. „Es wäre aber schön, wenn wir eine Chance als Kollektiv nutzen und uns mit einem oder zwei Zählern ehrenvoll verabschieden können. Ich wünsche mir vor allem, dass Inka, die schon so viele mitreißende Spiele gemacht hat, ihr erstes Einzel vorne gewinnt. Sie hätte es sich mehr als redlich verdient. Unter normalen Voraussetzungen sollte neben uns wohl Leipzig unten zu finden sein, alles andere wäre eine Überraschung, aber das ist es ja worauf wir hoffen“, meint Reiter.

 

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Die wilden Fähen aus Leipig v.L. Linda Renner, Kathrin Mühlbach, Marina Shavyrina, Huong Do Thi & Anna-Marie Helbig (Foto: Verein)

 

LTTV Leutzscher Füchse 1990

Euphorie und Begeisterung halten an

Auch wenn der Eintritt in das Oberhaus für den LTTV Leutzscher Füchse 1990 vor zwei Jahren etwas holprig begann, so war das Feuer und die Leidenschaft groß, die Erwartungen stets klein und bescheiden. Obwohl die Mannschaft aus Mitteldeutschland mehr Niederlagen als Siege einfuhr, ging der Spaß nicht verloren. Der dritten Saison blickt Präsident Christian Klas optimistisch entgegen: „Es ist wieder eine echte Liga mit steigendem Interesse in der Öffentlichkeit geworden. Zumindest hierzulande fand diese Liga vor unserer Teilnahme medientechnisch gar nicht statt. Immerhin berichtete inzwischen TV -Sport im Osten-, Rundfunk -MDR Info- und alle regionalen Printmedien über uns. Nicht auszudenken, wenn wir noch erfolgreich wären.“ Aber auch sonst ließ der Verein durch verschiedenste Aktionen nichts unversucht den Bekanntheitsgrad zu verbessern. So wurde unter anderem durch das Behindertenprojekt die 17. Herren-Mannschaft in der 2. Stadtklasse mit drei Rollstuhlfahrern gemeldet oder ein Qualifikations-Turnier zur Deutschen Meisterschaft im Clickball organisiert. „Ich möchte auch die Eigen-Video-Initiative „Hecks Hexenkessel“ erwähnen, die sich zum Kult entwickelte. Unsere Zuschauerstruktur gewann nach Mitgliedern, Freunden und Familie längst zahlreiche Neu-Interessierte, die für die Spiele teilweise 100 Kilometer Fahrt in Kauf nehmen. Früher kannte ich 90 Prozent unserer Fans persönlich und begrüßte sie per Handschlag, inzwischen ist das die Minderheit“, freut sich Klas. Auch das Projekt eigene Halle habe bei den Ämtern durch die Erstligazugehörigkeit mehr Gewicht erhalten. „Mitteldeutschland ist aber generell tischtennisbegeistert, im positiven Sinne ein Tollhaus. Der Post SV Mühlhausen bei den Herren, Jena, Chemnitz und Schwarza bei den Damen sind weitere gute Beispiele. 2015 fallen Leipzigs 1000 Jahrfeier und die 25-jährige Unabhängigkeit des LTTV zusammen. Auch das wird ein Teil unserer bundesweiten Botschaft sein“, ergänzt Klas.

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Anna-Marie Helbig spielte letztes jahr erstmals auf einem internationalen Turnier (Foto: Holger Straede)

 

Mit Kathrin Mühlbach, Marina Shavyrina, Anna-Marie Helbig, Huong Do Thi und der Nummer eins der Regionalligatruppe Linda Renner, die nach Aussagen von Pressesprecher Lars Wittchen zum festen Stamm der Ersten zählt, gehen die bewährten Kräfte erneut an den Start. „Zusätzliche Spitzenspielerinnen waren zu keiner Zeit ein Thema. Alle fünf wollten weiter spielen und damit waren unsere Planungen erledigt, selbst wenn es frisches Geld geregnet hätte. Wir spielen diese Liga genau mit und für diese jungen Damen. Zusätzliche Mittel, die uns natürlich sehr helfen würden, hätten wir eher für nachhaltig bessere Rahmenbedingungen dieses Teams eingesetzt, als damit sportliche Sicherheit zu erkaufen“, erklärt Klas.

Die 1. Liga ist für uns eine Ehre

Wir können, müssen aber nicht zwangsweise 1. Bundesliga spielen, war von Beginn an der Tenor bei den Füchsen, woran sich bis zum aktuellen Stand nichts änderte. In der Saison 2013/14 belegte der LTTV den vorletzten Platz und nicht viel mehr traut die Konkurrenz der Mannschaft in der bevorstehenden Serie zu. „Auf uns wettet keiner einen Pfifferling, aber freiwillig räumen wir das Feld nicht, die Mannschaft wird alles probieren. Wenn alle Vier mal an einem Strang ziehen und 110 Prozent Leistung abrufen, das wäre perfekt. Da fällt mir spontan der TV Busenbach als Gegner ein“, sagt Wittchen. Beim Qualifikationsturnier im Pokal in Hannover-Misburg kratzte der LTTV im entscheidenden Spiel gegen Busenbach an einem Triumph, doch der TV zog zum 3:2 den Kopf aus der Schlinge und fährt im Januar nach Berlin zum Final Four. Somit würden die Leipzigerinnen während der Saison nur allzu gern ein Hühnchen mit Göbel & Co. rupfen wollen. „Letztendlich wird bei uns ohne Druck gespielt, dass könnte ein großer Vorteil werden. Allerdings machte uns die mangelnde Gesundheit und Verletzungspech in der Vergangenheit oft einen Strich durch die Rechnung. Wir wünschen uns diesbezüglich besser über die Runden zu kommen“, erklärt Wittchen. Auf die Routine in der dritten Saison baut Klas bei der Russin Shavyrina. „Unsere Nummer zwei ist immer eine Attraktion am Tisch, sie hat sich an der Seite von Kathrin aus dem Nichts einen Namen gemacht und sich profiliert. Sie spielt mit Emotionen und vergisst darüber jedoch zu oft ihre taktischen Möglichkeiten. Doch alle können noch eine Schippe auflegen, um für eine Überraschung zu sorgen“, glaubt der Präsident. Dass die Mannschaft bei der Konkurrenz aber wohl schon abgeschrieben sei, schaffe eine bequeme Situation. Mit Freude blickt der Präsident den neuen Duellen gegen die Aufsteiger entgegen, die mit Herz und publikumsgetragener Heimstärke gefordert werden sollen. „Schwabhausen möchte ich zu dem nicht selbstverständlichen Mut gratulieren, den Spielerinnen das Ergebnis ihrer Leistung zu ermöglichen, sympathisch“, zielt Klas auf die unveränderte Aufstellung ab. Auch die zunehmende Quote an deutschen Nachwuchsspielerinnen fördere die positive Zukunft, als eine zusammengekaufte Operettenliga, in der diese Talente gar nicht oder bestenfalls am vierten Brett vorkämen. „Der Weg nach oben ist realisierbarer geworden, und die Kernarbeit der Vereine im Nachwuchsbereich wird besser sicht- und vergleichbarer“, so der Präsident, der sich mehr Partien mit ungewissem Ausgang, Respekt und Fairness von den Gegnern auch abseits der Wettkampftische wünscht, „und Huong möge alles was sie inzwischen spielen kann häufiger im Wettkampf erfolgreich präsentieren.“

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Weiterhin Nummer eins bei den Füchsen: Kathrin Mühlbach (Foto: Holger Straede)

Die Nummer eins Kathrin Mühlbach poliert ihre Form auf

„Meine persönliche Saisonvorbereitung lief dergestalt, dass ich nach meinem Erholungsurlaub in der Heimat meines Mannes Carlos Arcila in Kolumbien aktuell zunächst ein Formtief ausgebildet habe, von welchem ich mich aber mit kräftigen Schwüngen und geeigneten Trainingsmaßnahmen wieder nach oben katapultieren will“, berichtet die 22-Jährige. Ein Sieg bei der Challenger Series in Ochsenhausen gegen den japanischen Neuzugang der SV Böblingen Mitsuki Yoshida ließ den Knoten schon platzen und zeigt, dass die Spitzenspielerin für den Kampf um den Klassenerhalt bereit ist. „Das Baby Bundesliga im Fuchsbau erlebt also schon das dritte Jahr ihrer Erstklassigkeit, nachdem die Geburt quasi per Kaiserschnitt erfolgte. Inzwischen lernte es laufen und bekommt nicht mehr nur den Hintern versohlt, auch heult es längst nicht mehr so viel herum und sogar die Windeln bleiben meistens trocken. Auf einmal will das Baby wachsen, noch mehr dazulernen und sich einen Stammplatz erarbeiten. Sport lebt von Spannung, und genau diese dürfte zur neuen Saison zurückkehren, zumindest die Abstiegsfrage betreffend. Letztendlich bleibt jedoch alles möglich. Wir sind ein gutes Team und wollen unser Bestes, wollen Vollgas geben“, sagt Mühlbach. Bei alledem behalte sie jedoch auch die Schule mit dem anvisierten Abiturabschluss im Auge. „Aus taktischen Gründen habe im meinen Ausbildungsort vom Kolleg Leipzig zum Abendgymnasium Dresden verlagert, sodass ich tagsüber noch gezielter mit Carlos trainieren kann. Ein klarer Schwerpunkt bleibt für mich mein bevorstehender Abschluss der DTTB Trainer A-Lizenz noch in diesem Jahr sowie die weitere Mitarbeit als Co-Trainerin an der Seite von Bundestrainerin Dana Weber im weiblichen Nachwuchs“, erzählt die Drittplatzierte der Deutschen Meisterschaft von 2013. 

 

TV Busenbach

Ein Platz im Mittelfeld ist das Ziel

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Ex-Nationalspielerin Jessica Göbel vom TV Busenbach (Foto: Holger Straede)

Der Champion von 2005, der TV Busenbach, kehrte in der vergangenen Saison in die Eliteliga mit einer rein deutschen Mannschaft zurück. Dabei kam der Cocktail aus den routinierten, erfolgreichen Spielerinnen Jessica Göbel und Tanja Krämer mit den jungen Ligadebütantinnen Theresa Kraft und Jennie Wolf, ergänzt durch Katharina Sabo sehr gut an. Somit war auch der Klub aus Baden-Württemberg Vorreiter für die bereits genannten Trends. „Grundsätzlich glaube ich, dass der eingeschlagene Weg nicht falsch ist, aber ich bin skeptisch, ob die heutige Bundesliga mehr Beachtung findet. Das Niveau ist mit dem vor zehn Jahren nicht zu vergleichen und der Liga fehlen die richtig guten Spiele. Im Moment haben wir eine Dreiklassen-Gesellschaft, wo Berlin oben und Watzenborn unten in einer steckt. Dass die Sollstärke erreicht ist hat sicherlich auch mit der eingleisigen 2. Liga zu tun, aber man muss abwarten, wie die langfristige Entwicklung wird. Zunächst ist das sicherlich positiv zu werten“, erklärt die zweifache Bundesranglistensiegerin und Mannschaftsführerin Göbel.

Auch keine personellen Veränderungen in Busenbach

Auch bei der dritten Mannschaft, die sich im Teil I der Saisonvorschau darstellt, ziehen die gleichen Spielerinnen an einem Strang, doch der Leistungsanspruch steigt, der Welpenschutz ist passé. „Diese Serie lasse ich keine Ausreden mehr gelten. Jede Spielerin weiß was sie erwartet und somit sollte auch jede vorbereitet sein. Zu unterschiedliche Terminpläne verhinderten jedoch eine gemeinsame Einstimmung, nur Tanja und ich schafften es zusammen zu trainieren“, gibt Göbel Auskunft. Das aktuelle Turnier der Challenger Series gewann Krämer, für Göbel sprang unter anderem ein Erfolg gegen Kathrin Mühlbach (LTTV Leutzscher Füchse 1990) heraus, den sie beim Pokal-Quali-Turnier in Hannover-Misburg wiederholte. Kraft trainiere wie gewohnt im Karlsruher Raum, Sabo in Ochsenhausen. „Und Jennie tingelt von Veranstaltung zu Veranstaltung der Verbände, außerdem trainiert sie während eines DTTB-Lehrgangs im Leistungszentrum in Düsseldorf“, berichtet Göbel.

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Auch diese Saison wieder im TVB-Dress (Foto: Holger Straede)

„Ich habe letzte Saison reingeschnuppert und auch von außen sehr viel gelernt. Da ich auch ein paar Spiele gewonnen habe, hat es mir auch Selbstbewusstsein gegeben. Deshalb kann ich gut in die neue Saison starten und meine Leistung kann nach oben gehen. Den zunehmenden Druck aufgrund der Abstiegssituation, mit der wir nichts zu tun haben wollen, bin ich teilweise gewöhnt, auch durch internationale Turniere. Ich bin noch sehr jung und dadurch kann ich noch viele Jahre lernen. Das ich einen klaren Kopf behalte zählt zu meinen Stärken“, sagt die erst 15-Jährige und damit jüngste Ligaspielerin Wolf.

Obwohl der Sechstplatzierte der Vorsaison außer gegen die Schlusslichter Watzenborn und Leipzig 2013/14 keine weiteren Punkte einfuhr, strebt der TV nun einen Mittelfeldplatz an. „Es wird eine ganz breite Mitte geben, denn TUSEM Essen und die TTG Bingen/Münster-Sarmsheim sind die einzigen Teams, die vielleicht an einem sehr starken Tag gegen den ttc berlin eastside „anstinken“ können, aber der Rest rangiert klar dahinter. Wenn Böblingen tatsächlich ohne Xu Yanhua antritt, sehe ich die Mannschaft ebenfalls in unserer Region“, glaubt die Spitzenspielerin, die sich wünscht, dass bei den jungen Spielerinnen Entwicklungsschritte zu verzeichnen seien. Diese Hoffnung teilt auch Manager Manfred Schwab. „Sicherlich ist jeder der gegen uns antritt nun gewarnt und wird uns sicherlich nicht unterschätzen. Unabhängig davon, werden Tanja und ich, wenn wir weiterhin so Spielen, oben immer für Punkte gut sein“, setzt Göbel ein Signal.

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Nachwuchsspielerin Jennie Wolf geht mit Busenbach in die zweite Saison (Foto: Holger Straede)