WM 2017: Vorfreude auf Heim-WM in Düsseldorf

Morgen starten endlich die Liebherr Tischtennis-Weltmeisterschaften in Düsseldorf. Petrissa Solja, Sabine Winter & Co. sind bereit für das Highlight Heim-WM.

Tischtennis-Arena in der Messe Düsseldorf im 360 Grad-Winkel | Damen Tischtennis-Bundesliga

Die Tischtennis-Arena in der Messe Düsseldorf in einem speziellen Blickwinkel (Foto: ITTF | fb.com/ittfworld)

Petrissa Solja als beste Deutsche an Position 14 gesetzt

Die DTTB-Damen sind bereits für das 128er Hauptfeld gesetzt, müssen nicht durch die Mühlen der Qualifikation. Petrissa Solja, World-Cup Dritte von 2015, ist als Beste an Position 14 gesetzt. Davor sind ausnahmslos asiatische Spielerinnen zu finden und mit Liu Jia (Österreich) sowie Hu Melek (Türkei) zwei in China geborene Europäerinnen. Die Setzliste wird angeführt von der Titelverteidigerin und Olympiasiegerin Ding Ning (China). Vor allem das japanische Team mit der 17-jährigen Asienmeisterin und China-Schreck Miu Hirano bildet das größte Gegengewicht zum Star-Ensemble aus dem Reich der Mitte.

Bei den deutschen Damen war die Nominierung weniger spannend als bei den Herren, zumal die Nationalspielerinnen Han Ying und Shan Xiaona aufgrund von unterschiedlichen Regelungen von Weltverband ITTF, der Europäischen Tischtennis-Union ETTU und des IOC nicht bei einer WM startberechtigt sind. Die Mannschaft stellte sich mehr oder weniger alleine auf, zu den Arrivierten um Petrissa Solja (Silbermedaille mit Team Deutschland in Rio), Sabine Winter (3. Platz Europe Top 16), Kristin Silbereisen (amtierende Deutsche Meisterin) gesellen sich die Juniorinnen Nina Mittelham, Chantal Mantz und Yuan Wan. Die beiden letzteren feiern in Düsseldorf ihr WM-Debüt. „Wir haben unsere aktuell stärksten Kaderspielerinnen für die WM nominiert“, sagt Jie Schöpp. Weniger das WM-Aufgebot als mehr die gesundheitliche Verfassung ihrer Schützlinge bereitete der Bundestrainerin im Vorfeld Sorgen. Solja, Mantz (beide Schlagarm), Winter (Schulter) und Mittelham (Knöchel) laborierten an Verletzungen, sollten aber zum WM-Start rechtzeitig fit sein.

Soljas Medaillenchance im Mixed – Pota/Ekholm topgesetzt im Doppel

Im Mixed darf sich Petrissa Solja mit ihrem chinesischen Partner Fang Bo Hoffnung auf  Edelmetall machen, mit Sabine Winter gibt es zudem eine mit Spannung erwartete Reunion der Doppel-Europameisterinnen von 2013. Die weiteren Damen-Doppel bilden Silbereisen/Mittelham und die Deutschen Meister von 2016, Mantz/Wan. 

Gerade im Doppel darf sich die Ungarin Georgina Pota berechtigte Chancen auf den Titel machen. Zusammen mit ihrer Partnerin Mathilda Ekholm aus Schweden ist Pota im Damen-Doppel topgesetzt. Pota/Ekholm spielten bereits bei mehreren World-Tour Turnieren zusammen. 

Neben den Deutschen sind auch zahlreiche andere Spielerinnen der Eliteliga in Düsseldorf am Start. Im Kreis des 128er Hauptfeldes befinden sich Georgina Pota (Ungarn), Sarah DeNutte (Luxemburg) und Hana Matelova (Tschechien). Darüber hinaus starten in der Einzel-Qualifkation Mateja Jeger (Kroatien), Charlotte Carey (Wales), Anna Kirichenko (Finnland). 

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