WM 2017: Starke Kristin Silbereisen, enttäuschte Peti Solja

Bei der LIEBHERR Tischtennis-WM in Düsseldorf hat Kristin Silbereisen als einzige DTTB-Starterin die dritte Runde der besten 32 erreicht. Ausgeschieden sind dagegen Petrissa Solja, Sabine Winter, Chantal Mantz, Yuan Wan und Nina Mittelham. Im Doppel steht das DTTB-Duo Solja/Winter im Achtelfinale.

Kristin Silbereisen: Unbekannte Koreanerin wartet in der dritten Runde

„Mein Ziel war und ist es auch weiterhin, hier eine gute Performance abzugeben“, sagte Kristin Silbereisen nach dem Einzug in die dritte Runde. Gegen Yu Mengyu aus Singapur feierte die Deutsche Meisterin einen 4:2-Erfolg. „Die Bälle von ihr liegen mir. Außerdem habe ich ein, zwei knappe Situationen für mich entschieden. Das war ein gutes Spiel von meiner Seite“, sagte Silbereisen und zeigte sich „einfach nur glücklich“. Bundestrainerin Jie Schöpp sparte nicht mit Lob für ihren Schützling. „Das war eine ganz starke Vorstellung von Kristin.“ Am Donnerstag um 13.15 Uhr wartet die Koreanerin Lee Zion. „Ich kenne sie nicht“, sagt Silbereisen und hält sich deshalb mit einer Prognose zurück. Zum Auftakt hatte sich die Bundesligaspielerin aus Kolbermoor gegen Charlotte Carey aus Wales mit 4:1 behauptet.

Liebherr Tischtennis-Wm 2017: Kristin Silbereisen, Deutschland | Damen Tischtennis-Bundesliga ©Holger Straede

Kristin Silbereisen schaffte als einzige Deutsche den Sprung in die Top32 (Foto: Holger Straede)

Beim World Cup im Oktober des vergangenen Jahres hatte Sabine Winter gegen Lily Zhang aus den USA noch gewonnen. Bei der Heim-WM reichte es allerdings nicht zu einem Erfolg für Winter. Und das, obwohl die Bundesligaspielerin aus Kolbermoor mit 2:1- und 3:2-Sätzen in Führung lag. „Im dritten Durchgang sind mir viele leichte Fehler bei der Spieleröffnung passiert“, sagte Sabine Winter und kam zu der Erkenntnis, „dass ich bei einer 3:0-Satzführung die Partie vermutlich nicht verloren hätte“. So aber verpasste die 24-Jährige den Sprung unter die letzten 32, „obwohl ich nach nach dem 2:1 auch noch einige Chancen hatte, das Spiel zu gewinnen. Am Ende bin ich zu passiv gewesen.“ Das Auftaktmach hatte Sabine Winter mit 4:1 gegen Mateja Jeger aus Kroatien gewonnen.

Die Tränen der Enttäuschung konnte Petrissa Solja nach ihrer Niederlage gegen Szandra Pergel aus Ungarn in der zweiten Runde nicht verbergen. „Schon wieder wurde ich für einen angeblich falschen Aufschlag bestraft“, berichtete die Nummer 20 der Weltrangliste enttäuscht. Mit 11:4 und 7:2 lag Solja in Front und befand sich eigentlich auf der Siegerstraße. Doch dann ließ sie sich durch die Schiedsrichter-Entscheidung völlig aus der Konzentration bringen. „Das war mein sechstes Spiel hier in Düsseldorf. In den fünf Partien zuvor hat niemand deshalb gemeckert.“ Für Jie Schöpp habe sich ihr Schützling „nicht so gut bewegt. Außerdem fehlte die notwendige Konstanz.“ Die Niederlage kommt für Schöpp „nicht so überraschend, da Petrissa in den vergangenen Wochen und Monaten verletzungs- und krankheitsbedingt nicht viel trainieren konnte“. Wenn die 23-Jährige körperlich und mental in Topform gewesen wäre, so die Bundestrainerin weiter, „hätte Petrissa auch das Spiel gewonnen“. Nach dem 4:1-Starterfolg gegen Wu Yue (USA) sprach die Linkshänderin von einem „ungefährdeten Sieg. Ich hatte mich schon beim Einspielen gut gefühlt und wusste, dass es durchaus eine knappe Partie werden könnte. Deshalb war ich auf alles vorbereitet.“ Wenige Stunden später war der Einzelauftritt in Düsseldorf jedoch beendet.

Die Newcommer Yuan Wan und Chantal Mantz schieden wie auch Nina Mittelham bereits in der ersten Runde aus. Mittelham unterlag der Spanierin Maria Xiao mit 0:4, Wan gegen Galia Dvorak aus Spanien 1:4 und Chantal Mantz der Rumänin Adina Diaconu 2:4.

Petrissa Solja/Sabine Winter gewinnen nach 0:2-Satzrückstand

Eine Stein fiel Petrissa Solja und Sabine Winter vom Herzen, als das Erreichen des Achtelfinales endlich feststand. Das deutsche Duo holte gegen Sarah de Nutte/Ni Xialian aus Luxemburg einen anfänglichen 0:2-Satzrückstand auf und gewann am Ende noch in sieben Durchgängen. „Wir hätten das Spiel fiel deutlicher für uns entscheiden müssen“, sagte Winter und spielte auf die vergebenen Führungen im ersten (10:7) und zweiten Durchgang (8:6). Im Achtelfinale trifft die Links-Rechs-Kombination am Donnerstag um 11.15 Uhr auf die an Position zwei gesetzten Doo Hoi Kem/Lee Ho Ching (Hongkong). „Wir sind Außenseiter. Trotzdem bin ich optimistisch, dass wir eine Chance haben. Allerdings müssen wir die Leistung von heute nochmals zeigen.“

Liebherr Tischtennis-WM 2017: Petrissa Solja und Sabine Winter | Damen Tischtennis-Bundesliga ©Holger Straede

Petrissa Solja/Sabine Winter stehen im Achtelfinale (Foto: Holger Straede)

Nina Mittelham und Kristin Silbereisen haben dagegen den Sprung unter die letzten 16 verpasst. Gegen Sofia Polcanova/Zhang Mo (Österreich/Kanada) kam in der zweiten Runde mit 2:4 das Aus. „Wir können sicherlich super zusammen spielen. Doch dafür haben wir heute beide nicht unsere beste Leistung gezeigt.“ Ein entscheidender Grund für die Niederlage sei außerdem gewesen, „dass unsere Gegnerinnen sehr gut eingespielt sind“.

Kurz und schmerzlos fiel das Fazit von Chantal Mantz und Yuan Wan nach der 0:4-Niederlage gegen Miu Hirano/Kasumi Ishikawa aus Japan aus. „Wir haben gegen eines der besten Doppel der Welt verloren“, sagte Mantz nach dem 6:11, 8:11, 3:11 und 5:11. Wan musste neidlos die Überlegenheit der Japanerinnen anerkennen. „Hirano und Ishikawa wussten immer vorher schon, wo wir die Bälle hinspielen würden. Das war ein anderes Niveau.“

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Damen-Einzel, 1. Runde (beste 128 / mit BL-Beteiligung und Deutsche)
Sabine Winter GER – Mateja Jeger CRO 4:1 (8,5,-8,2,10)
Chantal Mantz GER – Adina Diaconu ROU 2:4 (-6,7,8,-13,-9,-3)
Nina Mittelham GER – Maria Xiao ESP 0:4 (-4,-9,-8,-9)
Kristin Silbereisen GER – Charlotte Carey WAL 4:1 (5,7,-7,7,8)
Yuan Wan GER – Galia Dvorak ESP 1:4 (-6,10,-6,-7,-9)
Petrissa Solja GER – Wu Yue USA 4:1 (5,8,7,-8,3) 

Georgina Pota HUN – Linda Bergström SWE  4:0 (8,8,3,5) 
Sarah DeNutte LUX –  Huang Yu-Wen TPE  4:3 (-8,8,5,-11,-8,7,8)
Hana Matelova CZE – Stephanie Loeuillette FRA 2:4 (9,-12,-9,6,-5,-10)

Damen-Einzel, 2. Runde (beste 64)
Sabine Winter GER – Lily Zhang USA 3:4 (7,4,-7,-10,7,-6,-6)
Kristin Silbereisen GER – Yu Mengyu SGP 4:2 (7,-8,7,9,-7,8)
Petrissa Solja GER – Szandra Pergel HUN 1:4 (4,-9,-7,-3,-7)

Georgina Pota HUN – Ni Xialian LUX  1:4 (-10,10,-9,-4,-8)
Sarah DeNutte LUX –  Zhu Yuling CHN  0:4 (-2,-6,-3,-6)

Damen-Einzel, 3. Runde (beste 32)
13.15, Tisch 2: Kristin Silbereisen GER – Lee Zion KOR

Damen-Doppel, 2. Runde (beste 32 / mit BL-Beteiligung und deutsche Doppel):
Nina Mittelham/Kristin Silbereisen GER – Sofia Polcanova/Zhang Mo AUT/CAN 2:4 (8,-9,-5,6,-4,-9)

Chantal Mantz/Yuan Wan GER – Miu Hirano/Kasumi Ishikawa JPN 0:4 (-6,-8-3,-5)
Petrissa Solja/Sabine Winter GER – Sarah de Nutte/Ni Xia Lian LUX 4:3 (-13,-12,7,8,-9,9,4)

Hana Matelova/Katerina Tomanovksa CZE – Wu Yue / Lily Zhang USA 2:4 (-9,10,-5,8,-2,-7)

Damen-Doppel, Achtelfinale 
11.15 Uhr, Tisch 2: Petrissa Solja/Sabine Winter GER – Doo Hoi Kem/Lee Ho Ching HKG

Mixed, Achtelfinale
10 Uhr, Tisch 1: Petrissa Solja GER/Fang Bo CHN – Chuang Chih-Yuan/Chen Szu-Yu TPE

10 Uhr, Tisch 4: Kristin Silbereisen/Steffen Mengel GER – Chen Chien-An/Cheng I-Ching TPE

 

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