WM 2017: Petrissa Solja strahlt über Bronze

Petrissa Solja und Fang Bo haben bei den LIEBHERR Weltmeisterschaften 2017 das Mixed-Finale verpasst. Im Halbfinale unterlag die deutsch-chinesische Kombination den späteren Weltmeistern Kasumi Ishikawa/Maharu Yoshimura aus Japan mit 3:4. Dennoch freut sich Petrissa Solja und nimmt auf dem Siegerpodest die erste deutsche Mixed-Medaille seit 1971 entgegen. 

Liebherr Tischtennis-WM 2017: Petrissa Solja, GER and Fang Bo, CHN | Damen Tischtennis-Bundesliga ©Holger Straede

Petrissa Solja gewinnt mit Fang Bo Bronze im Mixed bei der Heim-WM in Düsseldorf (Foto: Holger Straede)

Solja: Freude über Bronze, Ärger über verpasste Chance

Nein“, stellte Petrissa Solja direkt klar. „Enttäuscht bin ich nicht. Vielmehr ist es ärgerlich, dass wir die zwischenzeitliche 3:1-Satzführung noch aus der Hand gegeben haben.“ Die Nummer 20 der Weltrangliste schied bei den LIEBHERR Weltmeisterschaften in der mit 8000 Zuschauern ausverkauften Messehalle 6 in Düsseldorf an der Seite von Fang Bo (China) im Mixed-Halbfinale gegen die späteren Weltmeister Kasumi Ishikawa/Maharu Yoshimura aus Japan mit 13:11, 14:12, 5:11, 11:6, 5:11, 7:11 und 5:11 aus. „Bei einem Sieg hätten wir gegen die Taiwanesen Cheng I-Ching/Chen Chien-An gute Chancen auf Gold gehabt“, glaubte Solja.

Eine Erklärung für die 3:4-Niederlage hatte Petrissa Solja schnell gefunden. „Ishikawa und Yoshimura hatten sich sehr gut auf uns eingestellt. Wir kamen nicht mehr so gut ins Spiel.“ Bundestrainerin Jie Schöpp beobachtete, „dass Fang Bo verkrampft spielte. Dadurch wurde auch Petrissa unruhiger.“ Dem Chinesen, der in Düsseldorf ausschließlich im Mixed antrat, war der Frust nach dem verpassten Einzug in das Finale deutlich anzumerken. Sichtlich enttäuscht schlich der Weltranglistenneunte durch die Mixed-Zone und knallte die Tür hinter sich zu. Wenn es nach der Bundestrainerin geht, besitzt das deutsch-chinesische Doppel durchaus eine Zukunft. „Sollte die Chance nochmal vorhanden sein, würden wir das sicherlich wieder machen.“ Auch Petrissa Solja selbst ist nicht abgeneigt. „Ich würde mich freuen, wenn es noch ein nächstes Mal geben würde.“

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