Petrissa Solja will nächsten Titel

Heute starten im hessischen Wetzlar die Deutsche Meisterschaften. Zu den Favoritinnen gehören Petrissa Solja, Kristin Lang und Shan Xiaona. Allen voran die 25-jährige Solja möchte in ihrer sportlichen Heimat ihren zweiten Einzeltitel gewinnen. Ein Comeback feiert dagegen der Mixed-Wettbewerb, der erstmals seit 2006 wieder ausgetragen wird.

Petrissa Solja / Damen Tischtennis-Bundesliga

Langstadts Petrissa Solja möchte in ihrer sportlichen Heimat den zweiten Einzeltitel holen (Foto: ITTF / fb.com/ittfworld)

Titelverteidigerin Han Ying sagt krankheitsbedingt ab

Bei den Damen ist nach ihrem Europe-Top-16-Triumph Anfang Februar in Montreux (Schweiz) Petrissa Solja an Position Eins gesetzt. Die Titelverteidigerin, Abwehr-Ass Han Ying musste kurzfristig krankheitsbedingt absagen. Kristin Lang, die in dieser Woche die Wahl zur Spielerin des Jahres für sich entschied, ist bereits dreimal (2010, 2016, 2017) auf dem Siegerpokal eingraviert und drei gesetzt. Gefolgt Shan Xiaona, die bei den letzten Deutschen Meisterschaften in Wetzlar 2014 die Nase vorne hatte. Bei den Damen erweitern zudem Nina Mittelham und Sabine Winter den Anwärterkreis auf die Medaillen. 

Für Solja ist das Gastspiel in Wetzlar ein besonderes. Die 24-Jährige spielt seit dieser Saison für den TSV Langstadt und fühlt sich in Hessen pudelwohl. Seit ihrem Wechsel in das Rhein-Main-Gebiet geht die Leistungskurve der WM-Bronzemedaillengewinnerin im Mixed von 2017 beständig nach oben. In Wetzlar will sie den nationalen Einzeltitel, den sie bislang erst einmal, 2015 in Chemnitz, gewinnen konnte: „Der Sieg beim Europe Top 16 hat mir natürlich noch mehr Selbstvertrauen gegeben. Es wäre toll, hier in meiner sportlichen Heimat in Hessen meinen zweiten Deutschen Meistertitel holen zu können. Ich hoffe, die hessischen Zuschauer helfen mir dabei.“

Neben den Medaillienkandidatinnen Solja, Winter, Lang und Co. spielen insgesamt 15 Spielerinnen der Eliteliga und acht Akteurinnen der Zweiten Liga in Wetzlar. Darunter Routiniers wie die Busenbacherin Jessica Göbel oder Bad Driburgs Nadine Bollmeier, aber auch künftige Youngster wie die ab nächster Saison in der Bundesliga spielenden Yuki Tsutsui und Lea Grohmann.

Comeback für Mixed-Wettbewerb

Insgesamt kämpfen vom 1. bis 3. März jeweils 48 Damen und 48 Herren in der Rittal Arena um die Titel. In den drei Doppelkonkurrenzen, die im Gegensatz zum Einzel nur auf drei Gewinnsätze gespielt werden, gehen jeweils 24 Kombinationen an den Start. Erstmals seit dem Jahr 2006, als sich in Minden Zhenqi Barthel und Patrick Baum in die Siegerliste eintrugen, werden im Jahr 2019 auch wieder Medaillen im Mixed vergeben, das vom IOC in die Wettbewerbe der Olympischen Sommerspiele 2020 in Tokio aufgenommen wurde. 

Die Deutschen Meisterschaften 2019 werden, soviel steht fest, an den Erfolg aus dem Jahr 2014 anknüpfen, als an drei Turniertagen 7.700 Besucher die Deutschen Meisterschaften zu einem hessischen Tischtennisfest machten. Für den Samstag und Sonntag sind alle Sitzplätze bereits ausverkauft, an der Tageskasse wird es nur noch Stehplätze geben.

Quelle: DTTB