BL: Gelungener Saisonabschluss für den TV Busenbach

Der TV Busenbach hat sich gegen den LTTV Leutzscher Füchse 1990 zum Ausklang der Saison von einer ganz anderen Seite präsentiert als im Hinspiel. Nach der Punkteteilung nutzten die Gastgeberinnen nun den Heimvorteil gegen das Schlusslicht zu einem klaren Ergebnis, wodurch die Aussicht auf den sechsten Tabellenplatz auch nach den finalen Sonntagpartien vielversprechend ist.

Jessica Göbel, TV Busenbach | Damen Tischtennis-Bundesliga

Jessica Göbel fährt mit dem TV Busenbach einen ungefährdeten Sieg ein (Foto: Holger Straede)

TV Busenbach – LTTV Leutzscher Füchse 1990 6:0

Jennie Wolf und Katharina Sabo verabschieden sich mit Erfolgen

Nach dem Unentschieden in der Vorrunde war der TV Busenbach gegen den LTTV Leutzscher Füchse 1990 auf Wiedergutmachung aus. Lag der TVB seinerzeit 1:3 hinten, nahmen die Gastgeberinnen mit Unterstützung der heimischen Fans diesmal das Zepter zum 4:0 gleich fest in die Hand. Den Leipzigerinnen wurde der Zahn schon in den Doppeln gezogen. War der Sieg von Tanja Krämer/Jessica Göbel (11:5-Bilanz) gegen die Geschwister Huong und Huong Tho Do Thi erwartet worden, so überraschten Jennie Wolf/Katharina Sabo mit einem 10:12, 11:6, 11:8, 11:13, 11:6 gegen Kathrin Mühlbach/Marina Shavyrina. Im Entscheidungssatz zogen die Busenbacherinnen zum 5:1 und 9:3 gleich auf und davon. „Das war wohl das schlechteste Doppel, was ich von den Beiden gesehen habe. Einfach unterirdisch. Eine Erklärung habe ich nicht dafür, denn auch im weiteren Verlauf lief einfach alles konsequent gegen uns. Ich habe schon immer gesagt, dass von einem 0:6 bis 6:4 alles möglich ist. Heute blieben wir leider sogar ohne Ehrenpunkt“, analysierte LTTV-Trainer Kai Wienholz.

Göbel beeindruckte dann im ersten Einzel mit einem 3:1 gegen Mühlbach, und damit glückte die Retourkutsche für die hauchdünne Niederlage in der Hinserie. Im zweiten Abschnitt profitierte Mühlbach nach einem 6:7 von einer Auszeit zum 11:9. In den folgenden Durchgängen setzte sich Göbel jeweils frühzeitig ab. „Jessica war stark unterwegs. Kathrin, die sicher nicht ihren besten Tag erwischte, probierte schon einiges, aber ohne Erfolg“, so Wienholz. Krämer besaß im ersten Abschnitt gegen Shavyrina noch Ladehemmungen, doch danach diktierte die 37-Jährige eindeutig das Geschehen zum 11:3, 11:5, 11:8.  

Höhen und Tiefen entwickelten sich im hinteren Paarkreuz auf beiden Seiten. Wolf und Sabo holten den ersten Satz deutlich, sodass sich ein 6:0 anbahnte. Doch so einfach wollten sich die Messestädterinnen nicht abspeisen lassen. Huong Tho Do Di stellte den Verlauf mit einem 11:8, 11:3 gegen Wolf auf den Kopf, und auch nach dem 2:2-Ausgleich verlief der fünften Satz bis zum 4:4 völlig offen. Dann legte Wolf einen Zwischenspurt zum 7:4 ein und verbuchte schließlich mit einem 11:7 das 5:0. „Huong Tho war der Lichtblick, denn in im zweiten und dritten Satz traf sie einfach alles. Hier und da kam ihr allerdings auch ein Glückball zu Hilfe. Ihr blieb in der 1. Liga bislang zwar ein Einzelsieg verwehrt, aber in der 2. Liga ist mir nicht bange. Das Niveau hat sie auf jeden Fall“, berichtete Wienholz.

Parallel hatte sich Sabo gegen Huong Do Thi nach einem 1:2-Rückstand mit einem 11:9 in den fünften Durchgang gerettet. Zum 5:2 gelang ein erfreulicher Start, denn in der Hinrunde kam die Nummer vier in beiden Einzeln mit 0:3 unter die Räder. Doch dann stemmte sich ihre Konkurrentin gegen das Aus und erkämpfte ein 9:7. Den ersten Matchball erspielte sich jedoch Sabo, aber Huong Do Thi wusste zu kontern. Auch im zweiten und dritten Anlauf wollte es mit dem Siegpunkt einfach nicht klappen. Die Nerven hielten und nach dem 14:12 war der Jubel groß. „Das Einzel war eigentlich typisch für mich, denn ich mache es gern spannend. Das Spiel endete mit einem Fehlaufschlag von Huong. Das war aus ihrer Sicht sicher nicht so toll, aber ich war natürlich erleichtert. Der Sieg im Doppel gab mir Rückenwind, denn Jennie und ich agierten richtig gut. Die Zuschauer waren noch einmal richtig klasse. Ein schöner Ausklang, und wir wurden mit Blumen und einem Präsent gebührend verabschiedet. Mit dem SV DJK Kolbermoor wurde ich Meister in der 2. Liga, insgesamt war ich vier Jahre in Busenbach. Ich freue mich nun sehr auf meine neue Aufgabe beim Drittligisten TTG Süßen, weil ich auch feste Stammspielerin werde“, kommentierte Sabo. „Huong spielte gut, aber nach der Führung im fünften Satz, hätte sie sich die Partie nicht mehr aus der Hand nehmen lassen dürfen. Ich bin schon etwas deprimiert, aber beim gemeinsamen Essen wird sich meine Stimmung sicher wieder verbessern“, sagte der LTTV-Coach.

© Martina Emmert