BL: Die „Füchse“ verpassen die Revanche

Es ging um nicht mehr viel in der einzigen Partie dieses Spieltages, doch dass es dann so einseitig wurde, damit hatte kaum jemand gerechnet. Am Ende gewann erneut, wie schon im Hinspiel, der TSV Schwabhausen, das unspektakuläre Kellerduell bei der LTTV Leutzscher Füchse mit 6:1 Mehr als deutlich. Die Hinrundenpartie war 6:2 für den TSV ausgegangen. Die bereits offizielle Staffeleinteilung für die Saison 2015/16 macht den Abstiegskampf dieser Spielzeit zu einer Farce, da niemand die Klasse verlassen muss. Am Rande wurde bekannt gegeben, dass Andrea Bakula beim TSV Schwabhausen ihren Vertrag verlängert hat.

Andrea Bakula, TSV Schwabhausen | Damen Tischtennis-Bundesliga

Andrea Bakula zeigte eine überragende Leistung nach ihrer Vertragsverlängerung (Foto: Holger Straede)

LTTV Leutzscher Füchse 1990 – TSV Schwabhausen 1:6

Ausgeglichener Start in den Doppeln

Einen ausgeglichenen Start legten die Doppel hin. Andrea Bakula und Christine Feierabend konnten für die Gäste aus Schwabhausen zwei Satzbälle von Huong Do Thi/Linda Renner zum 1:2-Anschluss abwehrten, um dann selbst den dritten Matchball zum 3:0-Endstand zu verwerten. Am Nachbartisch gewannen Kathrin Mühlbach und Marina Shavyrina nach 0:1-Satzrückstand souverän gegen Yang Ting und Eva-Maria Meier mit 3:1.

Bis zur Pause legt der Gast vor

Nach dem 1:1 nach den Doppeln waren die beiden ersten Spitzeneinzel der Partie dann aber eine deutliche Angelegenheit der beiden Akteure aus Schwabhausen: Weder Mühlbach gegen Bakula noch Shavyrina gegen Ting hatten eine Chance an einen Satzgewinn zu gelangen. Nach den beiden 3:0-Erfolgen der TSV-Damen ging es mit einem 3:1-Vorsprung der Gäste in die Pause. Und die Gästespielerinnen nahmen den Schwung mit in den zweiten Spielabschnitt. Zwar hielten die Leipziger Anna-Marie Helbig und Do Thi Hong etwas besser mit als die Spitzenspielerinnen aus ihrem Team, doch zu mehr als jeweils einem Satzgewinn reichte es dann doch nicht. Eva-Maria Maier und Christine Feierabend erhöhten mit ihren jeweiligen 3:1-Erfolgen auf ein vorentscheidendes 5:1 für den Gast.

Kathrin Mühlbach, LTTV Leutzscher Füchse 1990 | Damen Tischtennis-Bundesliga

Kathrin Mühlbach war heute im oberen Paarkreuz chancenlos (Foto: Holger Straede)

Die Luft war raus

Damit war die Luft dann auch schon raus aus dem Spiel. Der Vorsatz der Leipzigerinnen, sich für die Hinrundenniederlage zu revanchieren, ging deutlich daneben. Den Schlusspunkt der mehr als einseitigen Partie setze für den TSV Schwabhausen Yang Ting mit ihrem 3:0 gegen Kathrin Mühlbach. Letztere kam lediglich im zweiten Satz beim 10:12 in die Nähe einer Kosmetikkorrektur.
Bereits kurz zuvor hatte Marina Shavyrina gegen Andrea Bakula 0:3 verloren – 0:11 im dritten Satz – doch das Spiel kam nicht mehr in die Wertung.

Stimmen zum Spiel – Anna-Marie Helbig, Nummer drei in Leipzig:

„Unsere Revanche ist buchstäblich in die Hose gegangen. Die Doppel waren noch ok, aber in den Einzeln lief nicht so viel zusammen. Im unteren Paarkreuz habe ich uns vor dem Spiel auf Augenhöhe gesehen, doch nach dem 1:3-Pausenrückstand war es für uns natürlich schwer. Ein besonderes Lob muss ich Andrea Bakula von Schwabhausen machen, die wirklich bärenstark gespielt hat. Wir stecken aber den Kopf nicht in den Sand, wir haben jetzt weitere zwei Heimspiele, und da greifen wir wieder an.“

Stimmen zum Spiel – Alexander Yamed, Trainer TSV Schwabhausen:

„Wir waren auf den Punkt topfit, aber das 6:1 ist nicht so deutlich, wie es scheint, denn so groß ist der Leistungsunterschied nicht gewesen. Insgesamt muss ich meine Mannschaft aber loben, es war eine starke Leistung. Es war unser Ziel, dieses Spiel zu gewinnen, um zu zeigen, dass wir auch sportlich den Klassenerhalt packen können.“