Final-Four: Berlin will den fünften Pokalsieg in Folge

Vier Mal Pokalfinale – vier Mal feierte am Ende der ttc berlin eastside. In der Swiss Life Hall in Hannover will das Team um Petrissa Solja und Shan Xiaona wieder ganz oben auf dem Treppchen stehen. Im Halbfinale wartet jedoch mit Bingen/Münster-Sarmsheim der Endspielgegner des Vorjahres und amtierende Herbstmeister der Damen Tischtennis-Bundesliga. Im zweiten Halbfinale kämpfen das Überraschungsteam aus Langstadt und Bad Driburg um das Endspielticket. Das Final Four beginnt am Sonntag um 10 Uhr, erstmals wird es auch einen Livestream auf Sportdeutschland.TV geben. 

 

Deutscher Pokalsieger 2017 - ttc berlin eastside | Damen Tischtennis-Bundesliga © Holger Straede

So möchte Titelverteidiger ttc berlin eastside am Sonntag den fünften Pokalsieg in Serie bejubeln (Foto: Holger Straede)

Bingen will Berlin-Fluch brechen 

Mühelos qualifizierten sich der ttc berlin eastside und die TTG Bingen/Münster-Sarmsheim in Seligenstadt im August für das Final Four. Nach dem Ausscheiden vom SV DJK Kolbermoor ist Bingen wohl der ärgste Widersacher der Berliner. In der abgelaufenen Bundesligahinrunde setzte sich Bingen deutlich mit 6:2 durch – Berlin musste jedoch auf Petrissa Solja verzichten und mit einer angeschlagenen Shan Xiaona antreten. Sowieso wird die Frage sein, in welcher Aufstellung der Titelverteidiger anreisen wird. Zumindest hinter Petrissa Solja steht ein großes Fragezeichen. Sie hat genauso wie die Hong Kong-Chinesin Tie Yana noch kein Spiel in dieser Saison absolviert. Und auch Shan Xiaona musste in der Hinrunde schon bei einigen Spielen abschenken. „Ein Selbstläufer wird das Final Four sicher nicht,“ so TTC-Manager Andreas Hain. „Aber wir wollen trotz aller Widrigkeiten den Titel erneut nach Berlin holen“. Bei Bingen dürfte es hingegen kaum Überraschungen in der Aufstellung geben – Ding Yaping und Hana Matelova sind als Spitzenspielerinnen gesetzt, die beiden Youngsters Yuan Wan und Marie Migot werden sich die dritte Position teilen. Das Duell der beiden Teams ist beim Final Four ein Dauerbrenner. 2014, 2015 und 2017 standen sie sich jeweils im Finale gegenüber – immer mit dem besseren Ende für die Hauptstädter. Sicher ist, dass der Sieger der aktuell besten beiden Bundesligamannschaften als Favorit ins Endspiel gehen wird.  

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Überraschungsteam Langstadt fordert Bad Driburg 

Im zweiten Halbfinale gibt es zwar mit der TuS Bad Driburg einen klaren Favoriten, ein Selbstläufer gegen den Zweitligisten TSV Langstadt 1909 ist das aber keineswegs. Immerhin hatte das junge hessische Team um Alena Lemmer, Janina Kämmerer und Monika Pietkiewicz in der Pokal-Qualifikation mit Böblingen und Kolbermoor zwei Bundesligisten geschlagen. „Allein mit der Qualifikation haben wir schon den größten Erfolg unserer Vereinsgeschichte gefeiert“, freut sich Teammanager Manfred Kämmerer. Man sei zwar der krasse Außenseiter gegen Driburg, würde jedoch versuchen dem Bundesligisten alles abzuverlangen. „Wir freuen uns einfach auf die ganze Atmosphäre in Hannover.“ Der Einsatz der der indischen Spitzenspielerin Archana Kamath ist laut Kämmerer hingegen noch ungewiss. Auch die Bad Driburger sind zum ersten Mal beim Final Four dabei und stellen mit Nina Mittelham, Sarah de Nutte und Sophia Klee ebenfalls ein junges Team auf: „Wir wollen natürlich das Endspiel erreichen, wissen aber um die Stärke der Langstädter. Wir müssen alles geben“, warnt der Teambetreuer Franz-Josef Lingens. Zumindest auf zahlreiche Unterstützung sollten die Ostwestfalen hoffen können – Hannover ist nur 100 Kilometer von Bad Driburg entfernt – sie sind damit gewissermaßen die Lokalmatadoren.
Das Stelldichein der besten Pokalmannschaften Deutschlands hat die niedersächsische Landeshauptstadt nach 2016 und 2017 erneut Hannovers Mr. Tischtennis Uwe Rehbein zu verdanken, der auch diesmal wieder federführend an der Spitze der Organisations-Dreigestirns TTC Helga Hannover, SG Misburg und Badenstedter SC steht. 

Tickets ab 4 Euro / Final Four erstmals im Livestream 

Tickets für den hochkarätigen Tischtennis-Leckerbissen gibt es im Vorverkauf für 8,- Euro. Jugendliche zahlen 4,- Euro, Rentner und Schwerbehinderte 6,- Euro. Wer an der Tageskasse kauft, zahlt einen Aufschlag in Höhe von 2,- Euro auf die Vorverkaufspreise. Einen besonderen Rabatt gibt’s für Gruppen: Wer zehn Karten bestellt, die auch aus den drei Kategorien zusammengesetzt sein können, zahlt nur acht.  
Zum ersten Mal wird es auch einen Livestream der Veranstaltung geben. Sowohl das Halbfinale zwischen Berlin und Bingen als auch das Finale werden bei  Sportdeutschland.TV zu sehen sein.  

Halbfinale: (um 10 Uhr) 

TTG Bingen/Münster-Sarmsheim – ttc berlin eastside, Tisch 1 (Livestream)
TuS Bad Driburg – TSV 1909 Langstadt, Tisch 2

Finale: (ab 13:30 Uhr)

Sieger Bingen/Berlin – Sieger Bad Driburg/Langstadt (Livestream)

Tageskarte:
Erwachsene 10,– € / Rentner & Schwerbehinderte 8,– € / Jugendliche 6,– €

Vorverkauf: 
Erwachsene 8,– € / Rentner & Schwerbehinderte 6,– € Jugendliche 4,– €

Gruppenangebot: 
10 Tickets zum Preis von 8 (auch gemischte Kategorien)

Vorverkaufsstellen:

Online Vorverkauf www.tms-tischtennis.de

TMS-TT- Shop, Weidendamm 41, 30167 Hannover, Tel.: 0511-716820
TT-2000 T. Förster, Liebigstraße 5, 30163 Hannover, Tel.: 0511-8993858
Sportwerk GmbH, Senkingstraße 27, 31137 Hildesheim, Tel.: 05121-2060251

Austragungsort:
Swiss Life Hall
Ferdinand-Wilhelm-Fricke-Weg
30169 Hannover

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