eastside-Präsident Teichmann: International ist ein dickeres Brett zu bohren

Der ttc berlin eastside versucht sich in der neuen Saison an der Wiederholung seines „Triples“ aus der vergangenen Saison mit Triumphen in der Bundesliga, im Pokal und in der Champions League. Im Interview bezieht Berlins Präsident Alexander Teichmann Stellung zu Zielsetzungen und Problemen seines Teams.

Alexander Teichmann, ist für den ttc berlin eastside die Wiederholung des Triples aus der vergangenen Saison das große Ziel?

Mit diesem Anspruch gehen wir schon in die Saison. Ich halte es da auch mit dem Motto unserer Trainerin Irina Palina: Wenn wir an den Tisch treten und spielen, wollen wir nach Möglichkeit auch gewinnen.

Wie schätzen Sie denn die Chancen auf erneut drei Titel in einer Saison ein?

International wird es sicher schwieriger als in den Jahren zuvor, weil alleine Tarnobrzeg noch einmal durch Elisabeta Samara aufgerüstet hat. Da ist das Brett, das zu bohren ist, noch etwas dicker geworden, so dass wir erst einmal bis zum Halbfinale schauen. Auf nationalem Parkett sind wir sicher zusammen mit Kolbermoor die Topmannschaft. Geplant waren von uns aber nicht die Ausfälle von Petrissa Solja wegen ihrer Verletzung und von Kathrin Mühlbach wegen ihrer Schwangerschaft. Vielleicht spielt uns die neue Play-off-Runde in die Karten, so dass man den einen oder anderen Punkt, den man abgibt, wieder kompensieren kann. Aber unser Anspruch bleiben beide nationalen Titel.

Die Ausfälle stellen aber schon ein Problem dar, weil von ihren drei ausländischen Neuzugängen immer nur eine Spielerin zum Einsatz kommen darf, oder?

Wir werden aber immer mit vier Spielerinnen antreten. Deswegen ist Irina Palina auch wieder aktiv ins Training eingestiegen. Grundsätzlich sind wir aber entspannt, und die verbleibenden Spielerinnen müssen nun eben noch mehr geben. Es kommt ja auch immer auf die Haltung an.

Da kommt das mutmaßliche Topspiel der Liga zum Saisoneinstieg in Kolbermoor nicht gerade recht….

Ich war von dem Spielplan auch etwas überrascht, obwohl das Match aufgrund der personellen Situation nicht solch eine Standortbestimmung sein dürfte und wir vielmehr als Außenseiter antreten. Beweisen muss sich dieses Mal Kolbermoor.

Ist der neu eingeführte Play-off-Modus für die Liga womöglich ein dauerhaftes Modell für die Zukunft?

Es könnte der richtige Weg sein. Sinnvoller wäre später sicher eine Play-off-Runde nur mit den besten Vier ohne Mitnahme der Punkte aus der Vorrunde. Wichtig wird aber auch sein, dass man auch gegen oder um den Aufstieg spielt. Es muss das Ziel sein, dass Vereine in die erste Liga wollen und dort bleiben wollen.

© TSM Tischtennis Sport + Marketing